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Fujoshi – die Erscheinung weiblicher Otakus

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Fujoshi-Equipment. Flickr cc, girlinblack

Heutzutage gibt es immer mehr Bücher und Artikel über die otaku-Kultur Japans. Anfangs hatten otakus in Japan ein eher negatives Image und galten als die komischen Außenseiter. Seitdem in Europa und Amerika jedoch die japanischen Animes und Spiele immer mehr Ansehen gewinnen und otakus eher respektiert als verhöhnt werden, hat sich auch ihre Stellung in der japanischen Gesellschaft in den letzten Jahren verbessert. Es gibt einen riesigen Markt für otakus (Manga, Anime, Spiele, Figuren etc.) und darüber hinaus konsumieren sie nicht nur, sondern produzieren zum Beispiel auch dōjinshi 同人誌 (von Fans produzierte Manga), die zahlreich im Internet zu finden sind. Das Interesse der Allgemeinheit und Forscher an otakus wird deswegen immer größer und es gibt bereits zahlreiche Diskurse zu diesem Thema. In diesen Diskursen werden jedoch hauptsächlich Männer untersucht. Alleine das Wort otaku lässt an einen männlichen Fan denken, als ob Frauen sich nicht in demselben Maße für Manga und Anime interessieren würden. Allerdings ist in den letzten Jahren der Begriff fujoshi unter weiblichen Fans aufgetaucht und hat sich immer weiter verbreitet, aber was hat es damit auf sich? Fujoshi – die Erscheinung weiblicher Otakus weiterlesen

Kuragehime- eine Geschichte über Otaku und andere schräge Vögel

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Kuragehime-Cosplayer, Flickr cc,
Vincent Diamante

Um nochmal zu einem Thema vom Anfang unseres Seminars zurück zu kommen, die Otaku, möchte ich euch in diesem Artikel den Manga Kuragehime (海月姫), zu Deutsch „Quallenprinzessin“, von Akiko Higashimura vorstellen.

Einige von euch kennen den Manga vielleicht schon, aber für diejenigen, die ihn nicht kennen, ist hier die Geschichte kurz zusammengefasst: Unser Hauptcharakter ist Tsukimi, ein schüchternes 18-jähriges Mädchen, das nach Tokio gezogen ist, in der Hoffnung Illustratorin zu werden. Die Motive ihrer Bilder: Quallen, Quallen und noch mehr Quallen, denn Tsukimi ist ein Quallen-Otaku. Zusammen mit fünf weiteren Bewohnern lebt sie im Amamizukan. Das besondere am Amamizukan ist, alle Bewohner dieses Hauses sind weiblich, Neets und allem voran Otaku. Ihre Wohngemeinschaft nennt sich selbst die „Amars“ (Deutsch: „Nonnen“), Männer und stylische Leute sind hier nicht willkommen.
Die Geschichte nimmt ihren Lauf als Tsukimi, bei dem Versuch die Qualle Klara aus einem Aquariengeschäft zu retten, Hilfe von Kuranosuke erhält. „Sie“ ist zu Tsukimis Entsetzen nicht nur hübsch und unglaublich stylisch, sondern, wie sie bald feststellen muss, auch männlich. Kuragehime- eine Geschichte über Otaku und andere schräge Vögel weiterlesen