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Iron Wig geht in Runde 3

Phönix Perücke Photo: Denise Burghardt
Phönix Perücke
Photo: Denise Burghardt

Iron Wig, ein Wettbewerb organisiert von einem der renommiertesten Perückenshops in den USA, Arda Wigs, geht in die dritte Runde. Wieder einmal treffen unglaublich begabte Stylisten aufeinander und messen sich in einem Wettbewerb wie es ihn nur einmal gibt. Selbst die ausgefallensten Frisuren von Anime und Manga wirken oft farblos im Gegensatz zu den Eigenkreationen dieses Wettbewerbs.

Seit 2013 veranstaltet Arda Wigs diesen jährlich stattfindenden Wettbewerb, bei dem sich Stylisten aus aller Welt in ihrem Können messen. Die Basismaterialien werden gestellt und kostenfrei zugeschickt. Sobald alle Teilnehmer ihr Material erhalten haben, wird eine Aufgabe gestellt und jeder Stylist hat 2 Wochen Zeit die Perücke im Rahmen der Aufgabe zu stylen. Klingt zuerst einmal simpel, aber die Aufgaben der ca. 6 Runden haben es in sich und die Kreativität der Teilnehmer ist schier unbegrenzt. Wer sich selbst davon überzeugen will, kann dies auf der Facebook Seite von Arda Wigs tun. In etwa monatlichem Abstand werden Bilder der Perücken der Teilnehmer gepostet und die von Runde 1 sind sogar schon online. Wie letztes Jahr haben wir mit Artflower wieder eine vielversprechende, deutsche Stylistin im Rennen 😉 Reinschauen lohnt sich.

Cosplay-Probleme, die um die Welt gehen: von Ebola-chan über Black-Facing bis hin zu NS-Uniformen

Photo von Doku, Cosplay von Saku
Inukashi aus No.6
Cosplay von Saku
Foto von Doku

Cosplay hat in den letzten Jahren viel an Popularität gewonnen. So ist es nicht verwunderlich, dass je mehr Interesse daran einerseits geweckt wird, gleichzeitig umso mehr Interessenskonflikte entstehen können. Es gibt zahlreiche Diskussionen über alle möglichen Themen angefangen von Make up, über die Qualität des Kostüms bis hin zum Einsatz von Cosplayern in Werbung, und manchmal wird man ganz unerwartet selbst der Mittelpunkt einer solchen Diskussion.

Was in einigen Ländern vollkommen in Ordnung ist, ist in anderen Kulturen eventuell ein sehr ernst zu nehmendes Problem. Im Bereich Cosplay kann man sich unverhofft in verschiedenen Problemsituationen wiederfinden, die man vorher überhaupt nicht bedacht hat. Nicht nur deswegen ist es wichtig über den Tellerrand hinaus zu schauen und nicht alles unüberlegt ins Internet zu stellen, denn wir alle wissen: Das Internet vergisst nie. Heute möchte ich mich drei wichtigen Themen widmen, auf die besonders Cosplayer meiner Meinung nach achten sollten. Cosplay-Probleme, die um die Welt gehen: von Ebola-chan über Black-Facing bis hin zu NS-Uniformen weiterlesen

Zombie-Apokalypse in Tokyo

Tokyo Streets Map in Yama
Abb. 1: Tokyo Streets Map in Yama

Die Kampagne Yama des Co-Op Shooters Left 4 Dead 2 versetzt den Spieler in die Weltmetropole Tokyo und auch hier gilt es, den Zombies zu entkommen. Die Kampagne ist von einem Fan selbst erstellt worden, strotzt aber nur so vor liebevoll erarbeiteten Details. Zombie-Apokalypse in Tokyo weiterlesen

Eine musikalische Präsentation des Fangirl

Hierüber bin ich gestolpert und dachte mir, dass es ganz passend eigentlich zu dem Inhalt, den wir über die Wochen im Unterricht besprochen haben, ist. Mehr von der Band Leetstreet Boys kann man sich hier anschauen. Ich selber hab es noch nicht getan, von daher weiß ich nicht was die Band sonst noch zu bieten hat.

Japanische Jugendkulturen als Teil einer „Bastelexistenz“

visu
J!-ENT Live, Flickr cc, Dennis Amith

Wie unterscheiden sich gegenwärtige Jugendkulturen und Fandoms von früheren Strömungen? Warum ist Visual Kei anders als Punk? Und was macht überhaupt den Reiz japanischer Jugendkulturen für westliche Jugendliche aus? Ein Text des Soziologen und Medienwissenschaftlers Marco Höhn liefert einige Ansätze zur Beantwortung dieser Fragen: „Visual Kei“ – Vom Wandel einer „japanischen Jugendkultur“ zu einer translokalen Medienkultur Japanische Jugendkulturen als Teil einer „Bastelexistenz“ weiterlesen

Fandom: Vom der Couchpotato zum „media creator“

loli stormtrooper
Flickr cc, icantcu

Das Bild von Konsumenten hat sich in Zeiten sozialer Medien stark gewandelt: Sie werden jetzt als aktiv, sozial und kreativ gesehen. Dies äußert sich in Begriffen wie „media-actives“, „prosumers“, „connectors“, „multipliers“ oder „inspirational consumers“. Das Wort „fan“ allerdings taucht in Diskursen über neue Medien nur noch äußerst selten auf, dabei wird die aktive Partizipation von Konsumenten gerade in Fan-Kreisen seit Jahrzehnten beobachtet. Fandom: Vom der Couchpotato zum „media creator“ weiterlesen

Gorillas, Hikikomori und ein Shôgun in Unterhosen? Yep, das muss Gintama sein.

gintama
Flickr cc, japan_style

Wir schreiben das 19. Jahrhundert. Ganz Japan ist von Aliens belagert. Ganz Japan? Nein! In Kabuki-Chô, einem Vergnügungsviertel der Hauptstadt Edo, gibt es einen Mann, der den Geist der Samurai noch immer in sich trägt – bewaffnet mit einem Holzschwert und jeder Menge Erdbeermilch.

Moment. War das nicht irgendwie ein wenig anders? Eigentlich schon, und dann doch irgendwie nicht. Der erfolgreiche (und seit 2006 mit mittlerweile mehr als 200 Folgen auch als Anime vertretene) Manga Gintama beschreibt eine alternative Welt, die ungefähr in der Zeit gegen Ende des Tokugawa-Shogunats anzusiedeln ist. Auch hier landen schwarze Schiffe in den japanischen Häfen und stellen das Leben der ansässigen Bürger auf den Kopf – allerdings handelt es sich hierbei um Raumschiffe, und die Besatzung besteht nicht aus Amerikanern, sondern waschechten Außerirdischen, auch Amanto genannt. Klingt gewöhnungsbedürftig, doch dahinter verbirgt sich weitaus mehr, als man vielleicht zuerst vermuten würde.

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