„Manga-Morde“: Pathologisierung von Fanpraxis

Es ist schon wieder ein paar Tage her, dennoch lohnt sich ein nachträglicher Blick auf einen Mordfall unter Jugendlichen in Deutschland und die dazugehörige Berichterstattung. Das tragische Ereignis wurde von der Presse mit dem Label „Manga-Morde“ versehen, weil Täter und Opfer Fans japanischer Populärkultur waren. Diese Pathologisierung von Fanpraxis erinnert an die „Otaku-Morde“ im Japan der 1980er Jahre, wo ebenfalls der Anime-Konsum des Täters als Erklärungsmodell herhalten musste. Näheres über den aktuellen Mordfall und die Berichterstattung kann man hier erfahren.

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