Akutagawa zum Anhören – Teil 2: Rashômon

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Nach „Im Dickicht“ präsentieren wir nun den zweiten Teil unserer Reihe „Akutagawa zum Anhören“. Ein Modernes-Japan-Student hat für uns die Geschichte Rashômon (1915) als Podcast aufgenommen.

Rashômon erzählt eine düstere Geschichte, deren Handlung im Kyôto der Heian-Zeit angesiedelt ist. Ein Diener, der seine Anstellung verloren hat und dadurch völlig mittellos geworden ist, gerät in eine Situation, in der er sich entscheiden muss: Werde ich ein Verbrecher, oder riskiere ich, irgendwann an Hunger und Kälte zu sterben? Akutagawas Erzählung basiert auf einer Geschichte der mittelalterlichen Sammlung Konjaku Monogatarishû. Der Autor verleiht dieser eigentlich simplen, grotesken Anekdote eine schaurige Atmosphäre und eine tiefe psychologische Dimension.

„Rashômon“ liegt in einer deutschen Übersetzung von Jürgen Berndt vor, die in dem gleichnamigen Band „Rashômon“ im Verlag Sammlung Luchterhand erschienen ist (2001). Hier auf Popyura gibt es auch eine Rezension zu einer Manga-Adaption dieser Erzählung.

Viel Spaß beim Anhören!

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