Das Anime Mirai Projekt

oder auch 若手アニメーター育成プロジェクト (Wakate Animētā Ikusei Purojekuto)

Haben Sie Lust auf Anime?

Wenn Sie hierher gefunden haben, stehen die Chancen dafür ja jedenfalls nicht schlecht, denn auch wenn so manche Animation aus dem Westen den qualitativen Vergleich nicht zu fürchten braucht,  ist die Quantität an Serien, Filmen und OVAs (Original Video Animations), mit der uns Japan alle Jahreszeiten wieder beglückt, weltweit ein absolutes Alleinstellungsmerkmal seiner Unterhaltungsindustrie.

Dem gediegenen Ökonom kein Wunder, aber für den unbedarften Rezipienten dieser Medien wahrscheinlich doch überraschend, ist, wie heftig dieser lukrative Zweig der Unterhaltungsindustrie umkämpft wird, so steht diese ureigene Kunstform des modernen Japans unter zweifacher Bedrohung:

1) Outsourcing in Billiglohnländer – man reduziert die teuren japanischen Angestellten auf das Minimum (Design & Synchronisation).

2) Das Senioritätsprinzip steht der Entfaltung junger Talente, insbesonders in älteren Studios, im Wege und stagniert somit die Entwicklung des Mediums.

Diese Bedrohungen sind so real, dass der japanische Staat die Animationsindustrie als einen Bannerträger seiner Soft Power (Merkmale der Kultur oder Gesellschaft, die das Ansehen der Nation international indirekt erhöhen) jährlich im Rahmen des Anime Mirai Projekts mit etwa 2.000.000€ unterstützt.  Dieses Geld wird den Nachwuchskünstlern 4 verschiedener Studios zur Verfügung gestellt, um einen sogenannten Oneshot, also eine einzelne für sich allein stehende Episode Anime, zu erstellen.

3 mal hat dies bereits stattgefunden und das vierte mal ist schon geplant und unterwegs, ich habe nur die Produktionen der letzten 2 Jahre sehen können, und möchte jedem, der 30 Minuten erübrigen kann, den Oneshot Deathbilliards von dem Studio Madhouse, einem Dinosaurier mit unzähligen großartigen Produktionen, empfehlen. (leicht auf Youtube zu finden, aber da die Uploader privater Natur zu sein scheinen, lasse ich den Link hier mal weg.)

Das Potential dieser Förderung lässt sich sehr gut am Projekt Little Witch Academia des relativ jungen Animationsstudios Trigger erkennen:

Die Geschichte lässt sich, lose und vereinfacht, als Hybrid von Harry Potter und My Little Pony zusammenfassen, und anders als die meisten Produktionen des Anime Mirai Projekts ist es mehr eine Pilotepisode als eine abgeschlossene Erzählung, so dass sich der Zuschauer, wenn ihm das teils lustige, teils spannende Märchen um die jungen Hexenschülerinnen gut gefallen hat, schon nach einer Fortsetzung sehnen muss.

Dieser Sehnsucht wurde weniger von Japanern, sondern vielmehr aus dem Ausland Nachdruck verliehen, von dem internationalen Zuspruch positiv überrascht, wandte sich das Studio, welches die Mittel für eine ihren Anforderungen genügende Fortsetzung schlichtweg nicht besaß, auf wirtschaftlich eher unerprobtem Neuland an seine neu gewonnenen Fans, nämlich durch Kickstarter (ich empfehle das Video zu schauen, es ist eine schöne Anekdote zur Globalisierung!)

Wie Sie sehen können, wenn Sie dem Link folgen, ist das Vierfache der benötigten Summe gesammelt worden, wodurch nochmehr Inhalte und Extras produziert werden können.

Von dieser Entwicklung vielleicht beflügelt erlaube ich mir eine positive Zwischenbilanz, denn die japanische Animation kann sich nicht nur auf japanische, sondern auch auf wachsende internationale Unterstützung verlassen. Zudem ist Qualitätskontrolle und Produktentwicklung ein Problem des Outsourcings, das schon aus anderen Industriezweigen bekannt ist und einige Unternehmen zur Umkehr gezwungen hat, ähnliches kann ich bei der japanischen Animationsindustrie vorhersehen, die sehr stark auf die eigene nationale Wurzelgesellschaft aus Fans und Hobbyzirkeln angewiesen ist, ohne die Ideen, neue Zeichenstyle, Animationsmethoden, also schlichtweg der Nachwuchs und die Zukunft von Anime, fehlen.

Bleibt Anime denn nun japanisch? Was denken Sie?

16 Gedanken zu „Das Anime Mirai Projekt

  1. Vielen Dank, das ist ein spannendes Thema! „Crowdfunding“ gibt es ja noch nicht so lange, das erste Mal dass mir das über den Weg gelaufen ist war bei „Iron Sky“.

    Die zwei von Ihnen genannten Finanzierungsmöglichkeiten sind ja nun sehr unterschiedlich – einmal eine staatliche Förderung, bei der man vielleicht eine gewisse Einflussnahme erwartet, andererseits das „Crowdfunding“, das oft dazu genutzt wird besonders mutige Projekte zu realisieren, die es anders nicht geschafft hätten. Ich frage mich, ob das zum Beispiel bei den kleinen Hexen zu einer Veränderung (was Thematik etc. betrifft) geführt hat. Ich habe selbst noch nichts davon gesehen und wäre da auf Ihre Einschätzung angewiesen 😉

    Ihr Artikel wirkt in der Formulierung etwas distanziert, da Sie den Leser mit „Sie“ ansprechen (vielleicht ist gar keine Anrede notwendig) und die Sätze recht komplex sind. Beim nächsten Mal würde ich den Stil etwas schlichter halten, da Internet-Leser generell etwas weniger bereit sind, sich komplexen Satzstrukturen „auszusetzen“.

  2. Dankeschön für diesen Artikel zu einem wirklich spannenden Thema. Die Finanzierungsmöglichkeiten, die es gibt, sind uns Fans ja nicht immer so klar und auch die Kosten, die eine Animeproduktion verursacht, sind als Außenstehender wohl nur schwer einzuschätzen. Umso schöner, dass man es nun bei Little Witch Academia durch dieses Kickstarter-Projekt sehr gut verfolgen konnte.

    Das Animemirai-Projekt kannte ich zwar vorher schon, aber der Artikel hat es mir zumindest wieder ins Gedächtnis gerufen. So werde ich nächstes Jahr bestimmt nicht vergessen, wieder reinzuschauen, was es da so alles gibt 😉

    Eine Frage zu Animemirai habe ich aber auch: Es heißt zwar immer, das sei ein Projekt zur Nachwuchsförderung, aber wenn ich z.B. nachsehe, welche Leute eigentlich an den Kurzfilmen mitgearbeitet habe, finde ich da kaum jemanden, der oder die in meinen Augen als Nachwuchs zählen würde. Alle Regisseure, Charakterdesigner, Komponisten,… zu denen ich bisher Infos gefunden habe, sind schon seit mehreren Jahren in dem Bereich tätig. Auch z.B. die Synchronsprecher, die für die Filmchen besetzt werden, sind ja zumeist sehr bekannt unter Animefans.
    Wie kommt das? Wie definiert denn das Kulturbüro „Nachwuchs“? Gibt es dazu vielleicht genauere Angaben?

  3. Ja bei den Formulierungen habe ich wohl etwas übertrieben, ich schreibe sonst keine Blogs oder ähnliches und die Germanistik tut ihr übriges…

    Crowdfunding ist mir selber schon bei unterschiedlichen Anime-Projekten begegnet, dabei kann es sich um die Veröffentlichung einer Bluray handeln:

    http://www.kickstarter.com/projects/693293489/time-of-eve-the-movie-on-blu-ray

    (die Seite ist ein bischen unübersichtlich geworden, da sie im Zuge der Sammlung heftig editiert wurde mit Botschaften an die Backer, fantastischer Science Fiction Film)

    oder eben „gewagte“ Projekte:

    http://www.kickstarter.com/projects/production-ig/masaaki-yuasas-kick-heart

    (dieser Anime ist wirklich sehr… gewagt? merkwürdig auf jeden Fall…)

    Ob die 2te Folge der kleinen Hexen sich nun verändert, beispielsweise Elemente der Otaku Database wie Fetische usw enthalten wird, die man sich bei der staatlichen Förderung eher nicht traut, weiss ich nicht, da muss man das Erscheinen abwarten.
    Prinzipiell würde ich jedoch davon ausgehen, dass die Produzenten ihr Erfolgsrezept, dass ihr junges Studio (auch wenn einige Mitarbeiter zB von Gainax stammen) über die Grenzen hinaus bekannt gemacht hat, nicht wirklich verändern wollen.
    Was die generelle Finanzierung einer Serie angeht, wird sich wohl nicht so viel verändern, Studios wie Madhouse, Kyoani oder Ufotable sind auf Jahre ausgebucht, aber die Chance für kleine Studios, ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen, besteht, auch wenn sie im wesentlichen durch Anime Mirai oder Kickstarter nur einzelne Folgen produzieren können und auf einen großen Sponsoren hoffen müssen, wenn sie eine richtige Serie erschaffen wollen.

    Was die Definition des Nachwuchses betrifft, weiss ich tatsächlich nicht, unter welchen Kriterien die Studios und in diesen widerum die Beteiligten ausgesucht werden, wichtig ist jedoch, dass es ausschliesslich um die Ausbildung und Förderung von Animateuren geht, heisst Regisseure, Komponisten und Synchronsprecher schon mal damit nichts zu tun haben.
    Charakterdesign finde ich auch merkwürdig, aber wenn es wirklich nur um Bewegungsabläufe geht (die ersten Auslagerungen fanden meines Wissens nach im 3d-Sektor statt), wäre das auch noch verständlich, ansonsten müsste ich zu dem Schluss kommen, dass es eine indirekte Finanzspritze zur Ausbildungsförderung ist, die gleichzeitig Werbung für japanische Anime macht. (wenn 150.000 Dollar für eine Animefolge reichen, und 500.000 grob jedem Studio zur Verfügung gestellt werden, denke ich das wir da auf der Suche nach der Ausbildung junger Animateure findig werden könnten)

    Ich bin also auch nicht vollständig informiert, eher im Zuge meines Hobbies belesen, werde bei Zeiten aber mal schauen, ob ich nicht an mehr Informationen gelangen kann.

  4. Danke für den Beitrag! Schön hier ein wenig über das Anime Mirai Projekt lesen zu können.

    Ich empfehle übrigens auch sehr, den im Trailer vorkommenden 25 minütigen Kurzfilm Death Billiards zu gucken. Auch Little Witch Academia ist empfehlenswert.
    Ich gehöre außerdem auch zu denjenigen, die die Fortsetzung auf Kickstarter unterstützt haben.

    Ich finde einzig, dass der „lose und vereinfacht[e]“ Vergleich nicht wirklich angebracht ist. Die Assoziation mit Harry Potter ist ja noch naheliegend, aber ich denke nicht, dass sich der Film mit der amerikanischen Kinderserie „My Little Pony“ vergleichen lässt. Weder qualitativ, inhaltlich, noch von den Umständen der Produktion her.

  5. (´ ;ω ;`) Dass es da sogar inzwischen Dokumentationen zu gibt…

    Ja, das ist mir als Internetmensch natürlich bekannt. Ich fand nur, dass die Umstände der beiden dann doch irgendwie zu verschieden sind um einen sinnvollen Vergleich zu formulieren. Es klang für mich beim ersten lesen ein wenig herabsetzend. Ich hatte mich, auch durch die Kickstarter-Kampagne, ja ein wenig mit Little Witch Academia und dem Aufwand und den Personen dahinter beschäftigt.

    Vielleicht bin ich da aber auch nur ein wenig empfindlich, was solche Vermischung der Szenen angeht 🙂

    Ich werde dem Filmclub vorschlagen beim nächsten Treffen als „Mirai Projekt Themenabend“ einige Kurzfilme wie Death Billiards etc. zu zeigen. Vielleicht hat ja da dann am 27.11 der ein oder andere Interesse.

    1. Der Vergleich zu „My Little Pony“ ist meiner Meinung nach nicht so falsch, wenn man nur die Werte betrachtet, die bei „Little Witch Academia“ eine Rolle spielen, wenn man es aber auf die Zuschauer bezieht, passt es natürlich wieder nicht.

      My Little Pony ist ja eben ursprünglich wirklich eine Serie für kleine Mädchen und insofern auf Japan bezogen vielleicht noch am ehesten mit der PreCure-Franchise zu vergleichen, die ja auch viele erwachsene, männliche Fans hat.
      Bei Little Witch Academia ist die Story wahrscheinlich eher deshalb so einfach gestrickt, weil es in dies 25 Minuten passen musste und es, im Gegensatz zu z.B. Arve Rezzle aus demselben Jahr, auch keine Möglichkeit für den Zuschauer gibt, irgendwo anders nachzulesen, wie es weitergeht.

  6. Also bei so viel Diskussion muss ich mir zumindest die „little Witches“ jetzt doch mal anschauen – bisher kann ich nur bei My Little Pony mitreden 😉

    Tatsächlich sind diese Anime des Mirai Project und auch das Crowdfunding-finanzierte Werk aufgrund von Produktions- und Distributionsstrategie ja wirklich weit von klassischen kommerziellen Kinderserien entfernt (mit den Bronies hat ja zunächst mal keiner gerechnet). Das sind sehr spannende zukunftsweisende Entwicklungen, finde ich.

  7. Der Vergleich war nicht abfällig gemeint!

    Auch wenn ich kein avider Fan von „My Little Pony“ bin, kenne ich die Autorin doch noch gut von den „Power Puff Girls“, die ich sehr lustig fand. Desweiteren finde ich Parallelen wie den Cast (Hauptcharaktere alle Mädchen), den Storyaufbau (Fantasyabenteuer mal niedlich) und eben das Motto „Friendship is Magic“ recht plausibel, wollte aber eben nur eine schnelle Übersicht geben, ohne mich lange aufzuhalten.

    Selber habe ich kein Geld investiert, aber das primäre Ziel war auch so schnell erreicht worden, dass ich mir keine Gedanken gemacht habe.

    Ich denke im Endeffekt können Projekte, die große Resonanz beim Crowdfunding erzeugen, Indikatoren für Spielzeug- oder Computerspielproduzenten sein, welche Serien man produziert, bzw welche Elemente der Database gut ankommen, und diesmal vielleicht nicht die Otaku Database, sondern eine weltweite Escapism / Fantasy / Science Fiction Database samt Star Wars, Herr der Ringe etc… da ja auch im Westen Verkäufe getätigt werden, die momentan nur nicht schnell genug in Japan ankommen (durch Übersetzung / Verbreitung stark verzögert) so wurde der Manga Mx0 beispielsweise eingestellt, obwohl er eine sehr große Fangemeinde in Frankreich hatte, nutzt aber nichts wenns im Shonen Jump Monate zuvor eingestampft wurde.

    1. Dazu müsste man sich in Japan aber auch überhaupt erst einmal in größerem Stil um den außerjapanischen Markt scheren. Bisher läuft der, zumindest war das immer so mein Eindruck, mehr so nebenbei mit, ist aber eigentlich nicht weiter wichtig.

      Außerhalb dieser Kickstarter-Kampagnen gab es bislang nur sehr wenige Dinge, die mir den Eindruck geben, dass ich auch als westlicher Fan wirklich etwas bedeute.
      Die einzige Ausnahme, die es sonst noch gibt, ist der Manga „WataMote“, dessen Verkaufszahl extrem angestiegen ist, weil eine große Anzahl westlicher Fans, hauptsächlich von 4chan, die Bände vorbestellt hat. Das hat bei der Auflage offenbar so viel ausgemacht, dass der Band später sogar damit beworben wurde. Es handelt sich zwar wirklich um ein Extrembeispiel, da eben direkt japanische Bände aus dem Ausland angekauft wurden, aber vermutlich war das für den Verlag auch das erste Mal, dass eine nicht-japanische Fangemeinde wirklich so stark ins Gewicht gefallen ist.

      Was ich damit sagen will: zwar sind sich offizielle Stellen in Japan offenbar ausländischer Popkultur-Fans sehr bewusst, sonst würden sie nicht so viel in die ganze „Cool Japan“-Schiene investieren, aber die Entscheidungsträger im Bereich Anime und Manga achten wohl noch ziemlich wenig darauf.

  8. dem stimme ich zu, aber hoffe eben auf eine Veränderung, ich meine Nintendos und Sonys Konsolen amortisieren sich auch in Japan alleine, dennoch achten sie mittlerweile sehr stark auf den Rest der Welt, vielleicht würde ein stärkerer Wettbewerb die Animeindustrie in „unsere“ Arme treiben.

  9. Ich glaube, das von der Regierung so gefeierte „Cool Japan“ lässt sich global letztlich doch nicht so gut in bare Münze umsetzen wie das viele gehofft haben. In Deutschland kann man zumindest beobachten, dass Anime immer eher ein Nischenprodukt geblieben sind – wie Stephan Köhn in unserem Buch „Nipponspiraton“ darlegt (kurze Schleichwerbung muss sein), können selbst Miyazaki-Filme nicht mit den Pixar-Animationen mithalten und viele Serien laufen nur in Programmnischen oder auf Spezialsendern. Und auch der Manga-Markt läuft in Deutschland nicht mehr ganz so gut wie noch vor ein paar Jahren … so wird das Hauptgeschäft dann doch meist noch in Japan sein.

  10. Ich denke es gibt aber durchaus Veränderungen zu beobachten, was den Umgang mit dem westlichen Markt angeht. Jedoch bis auf Ausnahmen bisher vor allem bei Einzelpersonen.

    Diesen Sommer lief beispielsweise in Japan die zweite Staffel der Serie „ore no imouto wa konnani kawaii wake ga nai!“ (ganz im Trend der ewig langen Buchtitel derzeit). Die Serie ist bei uns auch überdurchnittlich bekannt und beliebt. Das Finale der Serie wurde als absolute Premiere per Simulcast, einer weltweiten Liveübertragung mit Untertiteln, ausgestrahlt. Hier der offizielle Werbespruch dazu: http://i.imgur.com/yB1dpZd.jpg
    Die Verantwortlichen hatten ein Statement abgegeben, dass sie sich damit für die weltweite Unterstützung bedanken und ihr Anerkennung zollen wollen.

    Auch lässt sich der Trend feststellen, dass die japanischen Blu-Ray hochqualitativer Serien und Filmproduktionen zunehmend immer öfter auch englische Untertitel haben. Als ein Beispiel: Der im Sommer erschienene Film 言の葉の庭 (kotonoha no niwa) verfügt über chinesische und englische Untertitel.

    Und um noch ein Beispiel aus den letzten Wochen zu geben. Es gibt ja das westliche Pendant 4chan zum japanischen 2chan (futaba channel) (Ein besuchen der Seiten auf eigene Gefahr ╹△╹!). 2chan und 2ch sind unter anderem dafür bekannt, dass sich an Diskussionen oft bekannte Autoren/Künstler/Persönlichkeiten beteiligen.
    Vor kurzem ist der japanische Autor von „Log Horizon“ (eine Anime Adaption läuft derzeit im TV) auf 4chan in eine Diskussion zu seiner light novel eingestiegen und hat spontan Fan-Fragen beantwortet. Unter anderem äußerte er sich auch zur Wichtigkeit des westlichen Markts:
    „だから、こうして英語で会話をするスレッドが存在することが、このアニメの成功の第一歩です。伝わった、という意味ですからね。“
    Eine Übersicht über alle seine Antworten gibt es leicht Chaotisch hier: http://i.imgur.com/5MMiXys.png

    Dass solche Aktionen aber nach wie vor selten sind, hat sich auch später daran gezeigt, dass darüber sogar in japanischen Medien berichtet wurde.

    Insgesamt ist die Entwicklung wohl sehr langsam, aber sie lässt sich sicher nicht leugnen. Vor einigen Jahren wäre so etwas noch undenkbar gewesen.

  11. Ich habe das OreImo Simulcast Bild kurz selbst hochgeladen, so geht es auf jeden Fall:
    http://i.imgur.com/yB1dpZd.jpg
    Das Motto war 千葉から世界へ
    Das offizielle Statement dazu:
    When we saw so many dedicated fan submissions to the “Oreimo 2 Web Radio Show” from our international fans who watch every week through various streaming services, we knew we had to provide an environment where every fan can watch and experience these final episodes simultaneously. At this time, I would like to express my deepest gratitude to all the staff who was involved in making this event possible. With everyone’s support, we were successfully able to make this announcement to our fans everywhere. I am truly delighted to be able to bring the finale of this wonderful series, “Oreimo 2” to as many of our fans of the world.
    Es war, während die Serie lief, möglich Fanbriefe und Fragen einzusenden. Es gab dann in der Show einen zusätzlichen extra Programmpunkt „Fragen von ausländischen Fans“ um dem internationalen Engagement gerecht zu werden und letztendlich den Simulcast.

  12. Dann möchte ich hier nochmal auf den Podcast hinweisen, der sich ja auch mit diesem Thema beschäftigt und etwa zur gleichen zeit entstanden ist :). Besonders Death Billiards hat mir gut gefallen.

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