Archiv der Kategorie: Allgemein

Blockkurs zum Ende des Semesters

FamilieLiebe Studenten, im HIS-LSF steht seit letzter Woche ein Blockkurs, für den ich hier eigennützig Werbung machen will.

Das Seminar trägt den Titel „Katei, Kazoku, Setai – Familie im japanischen Film“. Inhaltlich werden wir uns, wie der Titel schon verrät, mit Familiendarstellung im (zeitgenössischen) japanischen Film beschäftigen.

Zu Beginn wird es eine Einführungsveranstaltung geben (29.07.2016), zu der ein Ersatztermin am 01.08.2016 angeboten wird. D.h. Interessierte brauchen nur einen der beiden Termine warzunehmen.

Der eigentliche Kurs findet an drei aufeinanderfolgenden Tagen, vom 04. bis zum 06.08.2016, statt.

Es werden moderne japanische Filme geschaut, die im Anschluss diskutiert werden.

Das Seminar richtet sich an alle Studierenden, die ein Interesse an japanischer Kultur, Familie und Filmen haben.

Da die Filme auf Japanisch mit englischen Untertiteln gezeigt werden, sollten gute Englischkenntnisse und/oder Japanischkenntnisse vorhanden sein.

Ich würde mich freuen Sie trotz der kurzfristigen Ankündigung zahlreich begrüßen dürfen zu können.

Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung, am besten per Email.

Kostenloses E-Book: Media Convergence In Japan

Media Convergence in JapanGerade ist ein spannendes Buch von namhaften Wissenschaftler/innen erschienen, das sich mit vielen Bereichen der japanischen Populärkultur beschäftigt: „‪Media Convergence In Japan‬“, herausgegeben von Patrick Galbraith und Jason Karlin. Man kann es sich in verschiedenen Formaten im Internet Archive kostenlos herunterladen! Unter anderem gibt es Aufsätze zur Globalisierung der japanischen Videospielindustrie, zu virtuellen Idols und um die Rolle von Medien nach 3/11.

Hier der Klappentext:

‪The Japanese media system is in a state of flux as a result of shifts in the digital economy, new audience metrics and declining print and broadcast revenues. This volume examines issues of media consolidation, participatory culture and franchising in contemporary Japan, and explores how the Japanese media system is adapting to change in light of its tendency toward prioritizing domestic markets, restricting access and co-opting fan movements. The chapters consider conflict and negotiations within the Japanese media system, structural transformations, emerging modes of producer and audience relations and potential sites of innovation.‬

Eis or Guys?

Ist die App „Burn Your Fat With Me!: For Girls“ eine harmlose Dating/Fitness Simulation oder eine zu Essstörungen führende Gefahr für junge Frauen?

2705873236_cd06bb3e28_z3904778190_62d0cd94bc_o                                      Flickr cc, Hajime NAKANO                                  Flickr cc, Hannah

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Go in Japan – Ein kleiner geschichtlicher Einblick

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Flickr cc, Andre Lundkvist

Go oder im japanischen Igo ist ein Spiel, welches vor Christi Geburt in China erfunden wurde – hierbei ist allerdings nicht genau bekannt wann genau, die ersten schriftlichen Zeugnisse die Go erwähnen sind im 400 Jahrhundert vor Christus zu datieren. In Japan bekannt wurde Go erst ungefähr im 8. Jahrhundert nach Christus, es gelangte im kulturellen Austausch mit China auf die Inseln.

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Akihabara im Auftrag von „Cool Japan“

Was ist „Cool Japan“?

„Cool Japan“ ist ein Konzept, eine Bewegung und Strategie von der japanischen Regierung, das Japan als weltweiten Trendsetter für Populärkultur und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Erfolg vorsieht. Angelehnt an die „Cool Britannia“ Kampagne umfasst „Cool Japan“ die Diskussion um Japan als Kulturnation und um den Export der japanischen Populärkultur, spezieller Entertainment, Technologie Kunst, Mode, und Musik. Nachdem Douglas McGray 2002 einen bahnbrechenden Artikel mit dem Titel „Japan’s Gross National Cool“ verfasst und veröffentlicht hat, in welchem grundsätzlich suggeriert wird, dass Japans wahre Macht und Potenz in der globalen Attraktivität der japanischen Populärkultur liegt, wurde „Cool Japan“ zum ernsthaften Gesprächsthema vieler Politiker in Japan. Aufgrund dessen begann man in Japan die eigene Populärkultur ernst zu nehmen. Akihabara im Auftrag von „Cool Japan“ weiterlesen

Kult-Snacks und Avdertising

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Flickr cc, Scarper Montgomery

Eine Form des Advertisings, wie man sie bestimmt nur in Japan so häufig sehen kann: Der Trend-Snack, den es z.T auch  als Import hier gibt, erscheint in Japan in unzähligen Geschmacksrichtungen – und auch mit verschiedenen japanischen Charakteren oder Maskottchen beworben, aber so etwas ist mir tatsächlich noch nicht aufgefallen:
Darth Vader auf einer Giant-Pocky-Packung mit der Aufschrift „Feel the Force“ sowie einem mit einem Laserschwert gekreuzter Pocky-Stab darunter. Ein Beispiel für einen „Clash of pop cultures“

Wagashi – Süßigkeiten mit niedlicher Optik

Gesehen haben wir sie sicherlich alle schon einmal: Die meist durch bunte Farben auffallenden, japanischen Süßigkeiten „Wagashi“. Oft werden sie aufgrund ihres ansprechendem Äußeren wahrgenommen, aber woher genau kommt eigentlich der Trend der traditionellen Wagashi? Und was unterscheidet sie von klassisch-westlichen Süßigkeiten? Wagashi – Süßigkeiten mit niedlicher Optik weiterlesen

Ein scha(r)fes Dilemma – In Unterwäsche auf der Flucht vor Schuldgefühlen

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Foto Jessica Stietzel

Catherine (キャサリン), produziert von Atlus, dem Team welches hinter Shin Megami Tensei: Persona steckt, ist ein Puzzlespiel, das nicht nur durch seine aufregende Grafik und sexuell anstößiger Inhalte beeindruckt, sondern vor allem auch durch seine herausfordernden Puzzleaufgaben, die es zu lösen gilt, bevor es im Spiel vorangeht.

Der Spieler schlüpft in die Rolle des 32-jährigen Vincent Brooks, der zwiegespalten ist zwischen der nicht mehr allzu spannenden Beziehung mit seiner langjährigen Freundin Katherine, wohlgemerkt mit K, die mit ihm eine gemeinsame Zukunft plant und der mysteriösen jungen Blondine namens Catherine, mit C, die er eines Nachts in seiner Stammbar „Stray Sheep“ begegnet und am darauffolgenden Tag entblöst in seinem Bett wiederfindet. Ein scha(r)fes Dilemma – In Unterwäsche auf der Flucht vor Schuldgefühlen weiterlesen

„Ich bin die Gerechtigkeit“ – Helden und Monster der japanischen Popkultur

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Tokyo-Ghoul-Cosplay von Leocadius, Foto: Flickr cc, Alkun(岸蓮)

Sie bestechen durch unglaublichen Facettenreichtum und Eigenschaften, die sie von der Masse abheben. Sie sind anders und doch scheinen sie genau wie wir zu sein. Doch ein Protagonist wird erst dann besonders faszinierend, wenn er mit Schrecken seinen eigenen Abgründen gegenüber stehen muss. Eren Jäger aus Shingeki no Kyojin, Kaneki Ken aus Tokyo Ghoul und Light Yagami aus Death Note erfreuen sich besonderer Beliebtheit unter den Zuschauern. Doch während Kira für hitzige Diskussionen sorgt, erregen Eren Jäger und Kaneki Ken Sympathie. Was macht Eren und Kaneki zu Helden, mit denen wir mitfühlen? Warum steht Light Yagami in Verruf, wenn alle drei Monster sind und schlussendlich, welches Heldenbild wird in diesen Animes/Mangas vermittelt? „Ich bin die Gerechtigkeit“ – Helden und Monster der japanischen Popkultur weiterlesen

Der Tourismus der flauschigen Tiere

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Flickr.cc – Japan Nara Deer Cookie Vendor by emmett anderson

Japanische Katzencafés sind mittlerweile den meisten Menschen geläufig und was damals noch als Neuheit galt, ist heute bereits altes Eisen. Es gibt auch Eulen- , Hunde- und Kaninchencafés, aber hier möchte ich 3 Orte vorstellen, an denen ehemals wilde Tiere sich so an den Menschen gewöhnt haben, dass sie für den Tourismus genutzt werden.

Das wohl berühmteste Beispiel ist der Tōdai-ji Tempel in Nara. Hier gibt es abgesehen von der größeten hölzernen Buddha-Statue der welt, dem Daibutsu, jede Menge Rehe, die den Besuchern wortwörlich aus der Hand Fressen. Es werden sogar spezielle Kekse verkauft die nur für die Verfütterung hergestellt werden. Der Tourismus der flauschigen Tiere weiterlesen

Eine Reise in die Vergangenheit – Japan vor 62 Jahren

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Eigenes Foto
Cover des Sammelalbums

Schon auf den ersten Blick wirkt es antik. Vergilbtes Papier und der Geruch nach altem Buch, sind die Beweise dafür, dass es, zwar nicht antik, aber schon älter ist. Zunächst von diesem Fund, der mir durch eine Bekannte zukam, wenig angetan, habe ich mir erst später die Zeit genommen, ihn genauer zu betrachten. Weil es einige Auffälligkeiten gab, habe ich dazu recherchiert. Bei diesem Buch, >>China, Tibet, Japan<< handelt es sich um ein Sammelalbum der Margarine-Firma Sanella, die 1953 mehrere solcher Sammelalben herausgebracht hat. Unter anderem zu Afrika, Mittel- und Südamerika und Australien. Eine Reise in die Vergangenheit – Japan vor 62 Jahren weiterlesen

Silent Hill 4 und das hikikomori-Phänomen: Eine Zusammenfassung

In der letzten Seminarstunde haben wir uns mit insgesamt vier Texten auseinander gesetzt – einer von ihnen war „Der Raum als Mutterschoß: Silent Hill 4 und das hikikomori-Phänomen“ von Katharina Hülsmann. Für alle Interessierten gibt es hier nun eine Zusammenfassung des Textes.

Silent Hill 4 und das hikikomori-Phänomen: Eine Zusammenfassung weiterlesen

Keitai shôsetsu – Das Phänomen der japanischen Handyromane

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Flickr CC hiromy

Für japanische Jugendliche sind sie oftmals gar nicht mehr wegzudenken. Sie lesen sie in der U-Bahn, in der Schule oder auch zuhause. Manch einer bezeichnet sie sogar als ein soziales Phänomen. Keitai shôsetsu (zu Deutsch: Handyromane) sind Romane, die oft von Laienautoren in ihrer Freizeit verfasst werden. Zur Verfügung gestellt werden sie online, auf speziellen Plattformen. Diese Romane werden, wie der Name schon sagt, in aller Regel auf dem Handy gelesen – wobei die erfolgreicheren teilweise auch als Buch publiziert werden. Keitai shôsetsu – Das Phänomen der japanischen Handyromane weiterlesen

„The Dark Knight“ auf den Straßen Chibas

Batman (The Dark Knight)
flickr cc evarinaldiphotography

Es gibt im Bereich von Cosplay immer wieder Personen, die als besonders talentiert oder engagiert auffallen und dadurch erhöhte Aufmerksamkeit genießen und gerade im Internet schnell größere Bekanntheit erlangen. Kombiniert man diese Art, zu einem gewissen Grad berühmt zu werden, nun mit der Beliebtheit gewisser fiktiver Figuren über die gesamte Erde hinweg, kommt man wohl in etwa bei dem heraus, was die Präfektur Chiba seit nunmehr über einem halben Jahr stolz von sich behaupten kann: ihren eigenen echten Superhelden zu haben. „The Dark Knight“ auf den Straßen Chibas weiterlesen

Sayonara Zetsubō Sensei und Selbstmord als Running-Gag

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Zetsubô-sensei-Cosplay; Flickr cc, jasohill

Sayonara Zetsubô Sensei ist ein Manga von Kôji Kumenta, welcher auch als Anime umgesetzt wurde (Anime Produktion: Akiyuki Shinbo, SHAFT).

Der Anime sticht durch seinen außergewöhnlichen Animationsstil, als auch besonders schwarzen Humor und interessante Kritik an der japanischen Gesellschaft, und auch zahlreiche Verweise an andere bekannte Animes hervor.

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