Archiv der Kategorie: TV

Death Note als terebi dorama

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Abb. 1: Webseite zum dorama

Mit Manga, Anime, Realfilmen, Videospielen, einem Musical und Light Novels hat das Death-Note-Universum schon sehr beachtliche Ausmaße angenommen. Nun erobert sich die Geschichte noch ein weiteres Medium: Am 5. Juli startet zur neuen dorama-Saison in Japan Death Note als real verfilmte TV-Serie (terebi dorama) auf dem Sender NTV (immer sonntags 22.30 Uhr). Auf der Webseite zu der Serie, die in einem düsteren Look gehalten ist (vgl. Abb. 1), gibt es erste Informationen.

Light Yagami wird gespielt von dem sehr populären Schauspieler Kubota Masataka, der zur Zeit in vielen Kinofilmen und TV-Serien (z.B. gerade Algernon ni Hanataba o) zu sehen ist. Sein Gegenspieler L wird verköpert von Yamazaki Kentô (derzeit auch in Mare zu sehen), und Yûki Mio spielt Near (die im Gegensatz zu den Kinofilmen, wo sie gar nicht zu sehen war, hier eine wichtige Rolle spielen wird). Die Story soll angeblich Neues bieten, allzuviel wird aber noch nicht verraten.

Als kleinen Vorgeschmack auf die Serie – und um immer mit den aktuellsten Infos versorgt zu sein – kann man dem offiziellen Twitter-Account folgen, wo Ryuk persönlich die Fans auf dem Laufenden hält (und seine Tweets stilecht immer mit einem クックックッ… beendet).

Einfluss des Westens auf die Werke Shinichiro Watanabes

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Flickr cc, Doc_Brown

Durch Werke wie Cowboy Bebop und Samurai Champloo ist Shinichiro Watanabe schon seit Jahren ein bekannter Name unter Anime-Fans im Westen, insbesondere den USA. Diese Beliebtheit seiner Werke veranlasste sogar die amerikanische Produktionsfirma Funimation die englischsprachige Premiere seiner im vergangenen Jahr erschienenen Serie Space Dandy einen Tag vor der japanischsprachigen Premiere auszustrahlen. So lief es dann von Woche zu Woche bei jeder neuen Folge. Doch woran liegt es, dass Watanabes Werke im Westen so beliebt sind? Einfluss des Westens auf die Werke Shinichiro Watanabes weiterlesen

Anime – Immer up-to-date

ANICHARTDamit man immer genau weiß, wann die neue Staffel der Lieblingsserie in Japan veröffentlicht wird …

ANICHART gibt eine schöne Übersicht zu den neuesten Anime-Serien, Filmen & OVAs aus Japan, mit allen Details und Trailern, die bereits veröffentlicht sind.

Digimon Adventure 15th Anniversary Project

DigimonSeid ihr nicht auch früher nach der Schule schnell nach Hause gelaufen um die neuesten Anime auf RTL II nicht zu verpassen? Und selbst heute schauen sich viele gerne noch einmal die Wiederholungen der Lieblingsserie von früher an. Für die Digimon-Fans unter euch gibt es dieses Jahr eine besondere Überraschung. Schon letzten Herbst ging die Seite digimon-adventure.net online, die verkündet, dass anlässlich des 15-jährigen Jubiläums von Digimon Adventure eine dritte Staffel namens Digimon tri. anlaufen wird.

Aber ich möchte hier nicht zu viel verraten, also schaut doch einfach mal auf der Seite vorbei und streichelt ein Digi-Ei.

Das dorama um Gender in der Popkultur

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Abb. 1: Das dorama IS

Erfolgreiche Single-Frauen (Around 40, 2008), Intersexuelle (IS, 2011) und alleinerziehende (Stief-)Väter (Marumo no okite, 2011; Oh my Dad!, 2013) – japanische TV-Serien (terebi dorama) warteten in den letzten Jahren mit vielen alternativen Lebensmodellen auf. Dies macht die japanischen dorama zu einem interessanten Untersuchungsgegenstand für die Gender-bezogene Medienforschung, die gestern im Mittelpunkt unseres Seminars stand. Das dorama um Gender in der Popkultur weiterlesen

Call Her Name – Eine Werbekampagne aus Japan

Call her Name
„Call her Name“-Kampagne von Pola

Wenn man sich japanische Werbung ansieht, stolpert man über viele kuriose Dinge. Von einem sprechenden Hund als Familienvater,  einem weiblichen Samurai, der aus einer Zitrone steigt und Bonbons an Kinder verteilt zu einem Teufel der Tokio nur für eine Packung Pockys vernichtet gibt es alles.  Der Werbespot in dem es in diesem Artikel geht ist allerdings weniger bunt und verrückt als viel mehr herzerwärmend. Call Her Name – Eine Werbekampagne aus Japan weiterlesen

Miss Manga – Die Plakatisierung einer Fangemeinde

Wenn man sagt, dass man Japan-Fan ist und dann komisch angeschaut wird, sollte man sich hierzulande nicht wundern. In der RTL2-Sendung „Hilf mir! Jung, pleite, verzweifelt…“ vom 29.10.2014 wird ein sogenanntes „Manga-Mädchen“ dargestellt. Natürlich ist das nur eine fiktive Sendung, aber wie wir sicher alle wissen, bedient RTL2 sich gerne dieses Themas (ganze Sendung zu sehen auf RTL2 now). Trotzdem wird hier ein völlig verzogenes Bild der Community erzeugt. Oder lauft ihr den ganzen Tag mit einer blauen Perücke herum? Sicher mag es die ein oder andere Ausnahme geben, das ist ja auch völlig okay. Doch allein schon die Unterscheidung von Manga und Comic, fällt RTL2 schwer.

Die „Betroffene“ in dieser Sendung wird als geisteskrank, kriminell und süchtig nach Manga dargestellt. Sie klaut Geld von ihrer Mutter und ihrem Arbeitsplatz, um sich Manga, Schminke und Klamotten kaufen zu können. In manchen Einblendungen wird Cosplay erwähnt, ohne auch nur einmal ansatzweise zu erklären, was das eigentlich ist. Meist wird Manga auch einfach mit Cosplay gleichgesetzt. Miss Manga – Die Plakatisierung einer Fangemeinde weiterlesen

Hey, wusstest du schon…?

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Mameshiba; Flickr cc, Nina Helmer

Viele von euch haben sie schon mal gesehen und sich vielleicht gefragt, woher die kleinen Bohnen wohl kommen oder was ihr Sinn ist. Die Antwort ist – wir wissen es nicht. Ich rede von Mameshiba, einem japanischen Merchandise-Franchise, das seit einigen Jahren nicht nur in Japan, sondern auch in den USA, Frankreich und auf deutschen Conventions um sich greift.

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Anpanman – Japans beliebtester Kinderheld

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Anpanman-Zug, Flickr cc, Kathleen Kam

Der rotwangige Superheld mit dem Teigwarenkopf ist seit nahezu 30 Jahren fester Bestandteil der japanischen Kindheit – und auch darüber hinaus allgegenwärtig im Alltag. Hello Kitty mag Japans international erfolgreichster und bekanntester Character sein, doch seit 2002 führt Anpanman in der von Spielehersteller Bandai ausgerichteten Befragung zur Beliebtheit von Serien und Characters bei Kindern die Liste an und ist damit in Japan selbst sogar noch populärer als die kleine weiße Katze.

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Zeit der streitenden Rider-Reiche: Kamen Rider Gaim

Kamen Rider show, flickr cc, 5th Luna
Kamen Rider show, flickr cc, 5th Luna

Zum insgesamt 25. Mal flimmert nun schon in Japan eine Serie der Kamen Rider-Reihe über die Bildschirme. Dem geneigten deutschen Leser mag dieser Name vielleicht kein Begriff sein, in Japan aber gehört Kamen Rider zu den bekanntesten Vertretern des so genannten tokusatsu 特撮 (“Spezialeffekte”) Genre. Alle der Serien zeichnen sich durch den Motorrad fahrenden – daher auch “Rider” – Hauptcharakter aus, der sich mit Hilfe eines Gürtels, meist driver ドライバー genannt, in einen maskierten Superhelden verwandelt. Wie bei vielen Serien mit Superhelden steht auch bei Kamen Rider meist eine bestimmte Motivik im Vordergrund, die sich in Gürteln und Kostümen der Helden zeigt.

Doch nun genug der Vorrede, hier soll es schließlich nicht um die Reihe im Allgemeinen gehen, sondern um ihren neuesten Auswuchs Kamen Rider Gaim 仮面ライダー鎧武. Diese Serie läuft seit dem 6. Oktober 2013 und wird voraussichtlich noch bis zu diesem Herbst zu sehen sein. Für Animefans sicher nicht uninteressant ist, dass man als Drehbuchautor Urobuchi Gen 虚淵玄 gewonnen hat, der vielen durch seine Mitwirkung an Titeln wie Fate/zero oder Puella Magi Madoka Magica bekannt sein dürfte.

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Stimmenwechsel in One Piece

Flickr cc, diannelabora
Flickr cc, diannelabora

Deutsche Fans von One Piece können sich nun freuen.

One Piece wird mit 56 neuen Folgen im deutschen Fernsehen zu sehen sein. Bislang wurden nur 400 von über 600 Folgen deutsch Synchronisiert. Ab Frühjahr diesen Jahres werden nun voraussichtlich auf ProsiebenMaxx die neuen Folgen zu sehen sein.

Jedoch wird die Stimme von dem Schwertkämpfer Roronoa Zorror nicht dieselbe sein. So soll Philipp Brahmer, der bisherige Synchronsprecher von Zorro, von Uwe Thomsen ersetzt werden.

Jungen in der Rhythmischen Gymnastik? – Tumbling!

tumbling
Das Team von Tumbling, Flickr cc, myfavoriteblogs
Wataru: „Rhythmic gymnastics is lame.“
Yuta: „But it’s everything to me!“
(Folge 1)

In diesem Artikel möchte ich euch das terebi dorama „Tumbling“, Originaltitel: タンブリング, vorstellen. Das dorama hat 11 Folgen, die April bis Juni 2010 Samstag abends im japanischen Fernsehen ausgestrahlt wurden.

Da ich für diejenigen von euch, die sich „Tumbling“ noch ansehen möchten, nicht zu viel vorwegnehmen möchte, will ich die Geschichte nur ganz kurz ansprechen.
Es geht um Azuma Wataru (Yamamoto Yusuke), einen jungen Delinquenten und ‚Boss‘ der Kasasumori High School, der ständig in Schlägereien verwickelt ist und Angst unter seinen Mitschülern verbreitet. Da er zu wenig Punkte aus dem letzten Schuljahr hat, wird er dazu verdonnert entweder einen Monat an Klubaktivitäten oder Extrastunden teilzunehmen. Begeistert ist er davon natürlich nicht, aber weil die hübsche neue Mitschülerin Satonaka Mari dem prestigeträchtigen Klub für Rhythmische Gymnastik der Mädchen der Schule beitritt, entscheidet er sich schließlich, dem kleinen, wenig beachteten und verspotteten Klub für Rhythmische Gymnastik der Jungen unter Kapitän Takenaka Yuta (Seto Koji) anzuschließen. Dieser träumt davon, mit einem vollständigen Team an einem Tumbling-Wettbewerb teilzunehmen.

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„One litre of tears“ – Ein dorama, das dein Leben verändern könnte

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Flickr cc, William Shih

Ich möchte euch heute ein Weiteres der bei vielen Anklang findenden doramas vorstellen. Und zwar das, auf wahren Begebenheiten beruhende, „One litre of tears“ (auch: „A diary of tears“ oder im Original natürlich: 1リットルの涙).

In diesem dorama dreht sich alles um das Leben von Kitō Aya (in der Serie umbenannt in Ikeuchi Aya), die im jungen Alter von 15 an einer spinozerebellären Ataxie erkrankt. Spinozerebelläre Ataxien (kurz: SCA von der englischen Übersetzung ‚spinocerebellar ataxias‘) sind Erkrankungen, bei denen sich in einem meist schleichenden Prozess der Verlust von mehr und mehr Nervenzellen einstellt, bis sie schließlich zum Tode führen.

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Neues Buch zu Comedy in Japan

comedy japanKürzlich haben wir hier ja schon einiges zu Comedy in Japan erfahren und festgestellt, dass es hierzu noch nicht so viel Literatur gibt. Tatsächlich ist aber gerade dieses Jahr ein Buch auf Deutsch erschienen, das sich dem Thema widmet: Comedy-Boom in Japan –
Performative und mediale Rahmung von Humor in der aktuellen Populärkultur von Till Weingärtner.

Hier der Werbetext des Verlages (Iudicium):

Comedy bestimmte zu Beginn des 21. Jahrhunderts die japanische Unterhaltungsindustrie. Die Popularität der Komiker – und seltener der Komikerinnen – erreichte ein bisher unbekanntes Ausmaß; manche avancierten zu Dauergästen auf dem Bildschirm. In der Folge änderte sich auch das öffentliche Image dieser Berufsgruppe. Galt das Komiker-Handwerk bis dahin als leicht anrüchig, werden Komiker heute als hart arbeitende Profis respektiert.
Dieses Buch ist die erste umfassende Studie zum Phänomen Comedy-Boom. Erving Goffmans Rahmen-Konzept bietet die Grundlage der Deutung; zudem werden zentrale Ansätze aus den Theaterwissenschaften und der Humortheorie sowie kritische Arbeiten japanischer Comedy-Experten herangezogen, um zahlreiche Beispiele unterschiedlicher Gattungen wie Manzai, Sketch-Comedy und Rakugo zu analysieren. Das Augenmerk richtet sich insbesondere auf das Verhältnis der Komiker zu ihren Rollen und die mediale Inszenierung.