Alle Beiträge von Bastian Nonnenberg

Wenn ein Pflegeroboter Amok läuft – Eine Filmkritik zu Rôjin-Z

14714223698880 Werden Altenpleger in der Zukunft durch Roboter ersetzt werden können? Und wenn ja, wird es den bedürftigen Senioren zugute kommen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich der Film Rôjin-Z und zeichnet dabei eine skurrile Zukunftsvision.

Florian Münstermann hat sich den Film angeschaut und sich die Mühe gemacht, eine Filmkritik für uns zu verfassen.

 

 

Rôjin Z – Ein Pflegebett randaliert in Kamakura

Anfang des 21. Jahrhunderts hat man endlich eine Lösung für das Problem der Überalterung der japanischen Gesellschaft gefunden. Tja, wäre schön, wenn dies wirklich der Fall wäre. Doch der Animationsfilm, Rôjin Z (老人Z, 1991), zeigt uns eine Zukunftsvision, in der überfüllte Pflegeheime und Mangel an Pflegekräften endlich der Vergangenheit angehören könnten. Hiroyuki Kitakubo, bekannt durch „Golden Boy“, übernahm die Regie und Umsetzung des Drehbuchs aus der Feder von Akira-Regisseur Katsuhiro Ôtomo. Mit Witz und Humor geht der Film auf ein wachsendes, gegenwärtiges Problem der Gesellschaft ein.  Wenn ein Pflegeroboter Amok läuft – Eine Filmkritik zu Rôjin-Z weiterlesen

Blockkurs zum Ende des Semesters

FamilieLiebe Studenten, im HIS-LSF steht seit letzter Woche ein Blockkurs, für den ich hier eigennützig Werbung machen will.

Das Seminar trägt den Titel „Katei, Kazoku, Setai – Familie im japanischen Film“. Inhaltlich werden wir uns, wie der Titel schon verrät, mit Familiendarstellung im (zeitgenössischen) japanischen Film beschäftigen.

Zu Beginn wird es eine Einführungsveranstaltung geben (29.07.2016), zu der ein Ersatztermin am 01.08.2016 angeboten wird. D.h. Interessierte brauchen nur einen der beiden Termine warzunehmen.

Der eigentliche Kurs findet an drei aufeinanderfolgenden Tagen, vom 04. bis zum 06.08.2016, statt.

Es werden moderne japanische Filme geschaut, die im Anschluss diskutiert werden.

Das Seminar richtet sich an alle Studierenden, die ein Interesse an japanischer Kultur, Familie und Filmen haben.

Da die Filme auf Japanisch mit englischen Untertiteln gezeigt werden, sollten gute Englischkenntnisse und/oder Japanischkenntnisse vorhanden sein.

Ich würde mich freuen Sie trotz der kurzfristigen Ankündigung zahlreich begrüßen dürfen zu können.

Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung, am besten per Email.

Zwischen Mensch und Maschine: Robo-jî

RoboConstanze Thede hat sich den Film „Robo-G“ angesehen und für den Blog eine Kritik dazu verfasst. Viel Spaß beim Lesen.

Kann ein Roboter den Menschen ersetzen? Kann er mehr sein als nur ein seelenloser Haufen Metall? In seinem Film Robo-jî ロボジー („Robo-G“, 2012) nähert sich Regisseur Shinobu Yaguchi dieser Fragestellung aus einem ganz unerwarteten Blickwinkel heraus.

Innerhalb von drei Monaten sollen Hiroki Kobayashi (Gaku Hamada), Shinya Nagai (Junya Kawashima) und Kôji Ôta (Shôgo Kawai) im Auftrag ihres Chefs (Takehiko Ono) für die Firma Kimura Denki einen Roboter bauen, der auf einer großen Robotermesse seinen Auftritt haben soll. Das Problem: Die drei Ingenieure kommen eigentlich aus ganz anderen Abteilungen und haben keine Ahnung von der Materie. Als ihr mühsam zusammengebastelter Roboter eine Woche vor Messebeginn in seine Einzelteile zerfällt, stecken sie in der Klemme.

Nun muss eine schnelle Lösung her: Ein Mensch soll in die Haut des Roboters schlüpfen und auf der Messe den perfekten Auftritt vortäuschen. Als geeigneter Kandidat findet sich der Rentner Herr Suzuki (Mickey Curtis), der zunächst glaubt, für ein Kostümfest engagiert worden zu sein.

Das Publikum ist von dem so menschenähnlichen Roboter New Shiokaze ニュー潮風 („Neue Meeresbrise“) begeistert und die Anfragen nach weiteren Auftritten prasseln nur so auf das Ingenieurteam herein. Doch was geschieht, wenn der Schwindel auffliegt?   Zwischen Mensch und Maschine: Robo-jî weiterlesen

Memories of Matsuko – 嫌われ松子の一生

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Werbung für den Film auf einer DVD-Verleihmaschine. Wikimedia cc, iMorpheus

Rebecca Glasmacher hat sich die Mühe gemacht, den Film „Memories of Matsuko“ (jp. 嫌われ松子の一生) anzuschauen und eine Filmkritik zu verfassen.

Memories of Matsuko (OT: 嫌われ松子の一生 (2006)); Regie von Tetsuya Nakashima, erzählt die Geschichte des rebellischen Jungen Sho (Eita Nagayama), sowie der  Entdeckung der Lebensgeschichte seiner von der Familie verstoßenen Tante Matsuko (Miki Nakatani), die ebenfalls ein Leben außerhalb der Norm geführt hatte und zu beginn des Filmes ermordet aufgefunden wird.

Der Film springt durch zwei parallele Storylines, die des Jungen, der herausfinden will warum seine Tante sterben musste und die Lebensgeschichte Matsukos, welche im Laufe des Films immer mehr über ihre Identität preisgibt. Beide Charaktere werden von ihrer Familie verfemt, Matsuko wurde verstoßen und auch Shos Vater (Matsukos Bruder) missbilligt den Lebensstil seines Sohnes. Beide verbindet viel, denn Sho findet durch das immer weitere „kennenlernen“ seiner Tante heraus, dass er nicht der Einzige ist, der von der Norm abweicht.  Memories of Matsuko – 嫌われ松子の一生 weiterlesen